Gestern habe ich wieder Nelken in die Toilette geworfen

Ich habe sogar angefangen, Nelken in die Toilettenschüssel zu werfen, wie man es manchmal auf TikTok sieht. Nicht jeden Tag, aber wenn ich weiß, dass Besuch kommt oder wenn es draußen besonders warm ist, weil Hitze oft Gerüche verstärkt. Ich gebe ein paar Nelken direkt ins Wasser, und durch die Feuchtigkeit verbreiten sie diesen warmen, würzigen Duft, der mich an Weihnachten erinnert. Ich weiß, es klingt seltsam, aber eine Toilette, die nach Weihnachten riecht, ist besser als eine Toilette, die nach Kanalisation riecht.

Und dann gibt es noch einen Trick, den mir eine Nachbarin gezeigt hat: Kaffeesatz. Ich hatte nie gedacht, dass Kaffeesatz überhaupt etwas anderes kann als Pflanzen düngen, aber anscheinend ist er ein natürlicher Geruchsabsorber. Und wie! Wenn man eine kleine Schale mit getrocknetem Kaffeesatz ins Badezimmer stellt – aber wirklich getrocknet, sonst schimmelt es – dann nimmt er unangenehme Gerüche aus der Luft. Und Orangenschalen oder Zitronenschalen funktionieren auf ähnliche Weise. Wenn ich also morgens Kaffee koche, hebe ich manchmal etwas Kaffeesatz auf, trockne ihn, mische ihn mit getrockneten Zitrusschalen und stelle es ins Bad oder stelle es sogar in die Toilette, wenn der Geruch besonders stark ist.

Ich habe in den letzten Monaten so viele natürliche Tricks ausprobiert, dass ich manchmal das Gefühl habe, ich könnte ein Buch darüber schreiben. Und ich bin sicher, viele Frauen kennen das: Man probiert etwas aus, und wenn es funktioniert, möchte man es mit allen teilen. Es ist fast ein Gemeinschaftsgefühl, wenn man weiß: „Hey, ich habe etwas gefunden, das dir auch helfen könnte.“ Das ist einer der Gründe, warum ich gerne in Gruppen schreibe, warum ich gerne Rezepte, Tipps und Erfahrungen teile. Weil wir alle irgendwie dasselbe durchmachen. Wir alle kämpfen gegen dieselben kleinen Ärgernisse des Alltags.

Und deshalb erzähle ich auch mit voller Überzeugung: Nelken sind ein Wundermittel. Ein kleines, unscheinbares, aber extrem wirkungsvolles Gewürz, das so viel mehr kann, als wir denken. Sie wirken antibakteriell, antiviral, antifungal und geruchsbindend. Sie neutralisieren Schwefelverbindungen, die in Abflüssen entstehen. Sie „essen“ schlechte Gerüche auf, statt sie einfach zu überdecken. Und das Beste: Sie kosten fast nichts. Man braucht nur ein paar Gramm davon, und man hat für Wochen einen natürlichen, gesunden, angenehmen Duft im Bad.

Es gibt Tage, da mische ich die Nelken mit Lavendelöl. Dann riecht das Bad wie ein Spa. An anderen Tagen mische ich sie mit Orangenduft. Dann riecht es wie eine Winterkugel. Und manchmal lasse ich sie pur. Dann riecht es einfach sauber. Natürlich. Warm.

Und ja, ich benutze auch heute noch zwischendurch chemische Reiniger. Ich bin schließlich keine Heilige. Aber ich benutze sie viel seltener. Ich brauche sie kaum noch. Die Nelken, das Backpulver, die ätherischen Öle – die machen inzwischen fast alles von selbst. Und ich spare Geld, spare Zeit, schade der Umwelt nicht und habe ein Badezimmer, das riecht, als würde es ständig geputzt, obwohl ich manchmal in der Woche nur zweimal drübergehe.

Und ich sage euch: Nichts ist schöner, als wenn Gäste reinkommen und sagen: „Oh, wie frisch es hier riecht!“ – und du denkst dir: „Danke, liebe Nelken.“

Wenn man einmal verstanden hat, wie viel Wirkung in solchen kleinen Naturzutaten steckt, dann sieht man den Haushalt mit anderen Augen. Es fühlt sich nicht mehr so an wie eine endlose Pflicht, sondern eher wie ein Ritual. Und ich liebe Rituale. Sie beruhigen mich. Sie geben mir Struktur. Und manchmal, wenn ich die Nelken ins Wasser fallen lasse, wenn ich die Flasche schüttle, wenn ich die ätherischen Öle tropfen lasse, fühle ich mich wie meine Oma. Sie hätte das geliebt. Sie war immer jemand, der natürliche Dinge bevorzugt hat. Und ich habe das Gefühl, ich mache etwas richtig, wenn ich zurück zu diesen einfachen, ehrlichen Mitteln gehe.

Ich habe dieses Jahr sogar meinen Freunden zu Weihnachten kleine Gläser mit Nelken-Bad-Duftgemischen geschenkt. Alle waren begeistert. Manchmal muss man einfach teilen, was funktioniert.

Ich könnte noch stundenlang weiter erzählen, denn mit jedem Tag finde ich etwas Neues: Man kann Nelken auch im Kleiderschrank benutzen, um Motten fernzuhalten. Man kann sie in den Staubsaugerbeutel streuen, damit die Luft beim Saugen gut riecht. Man kann sie mit Zitronenschalen in einen Stoffbeutel stecken und ins Auto legen. Und überall da wirken sie genauso gut: Sie neutralisieren das Schlechte und geben das Gute zurück.

Wenn ich so darüber nachdenke, dann ist das eigentlich eine schöne Vorstellung: Wenn alles im Leben so einfach wäre wie Nelken in der Toilette, dann wären wir alle viel entspannter. Aber solange es nicht so ist, freue ich mich über jeden kleinen Trick, der meinen Alltag einfacher macht. Und das möchte ich euch auch mitgeben. Probiert es aus. Spielt damit. Habt keine Angst vor natürlichen Mitteln. Sie funktionieren. Und sie riechen besser als jedes Spray aus der Drogerie.

Und wenn ihr das nächste Mal Besuch bekommt, und jemand geht ins Badezimmer und kommt wieder raus mit einem Lächeln und sagt: „Oh, wie angenehm es hier riecht“ – dann denkt daran: Es waren die Nelken. Und vielleicht ein bisschen ihr.

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