Ein Jahr nach der Scheidung wurde ich zurückgerufen, um der Testamentseröffnung der Familie beizuwohnen

„Lucía“, sagte er ungeduldig, „setz dich hin, damit wir das hinter uns bringen können.“

„Ich kann gut stehen“, antwortete ich kühl.

Doña Teresa schnalzte mit der Zunge.

„Du bist immer noch so dramatisch wie eh und je.“

Ich drehte mich langsam um und sah sie an.

Diego sah genauso aus wie vorher.

Maßgeschneiderter Anzug. Perfekte Haltung. Dieses strahlende Lächeln, an das ich einst glaubte.

Camila stand neben ihm, makellos wie immer, ihre Hand ruhte leicht auf seinem Arm – als ob sie schon immer dorthin gehört hätte.

Sie besaß die stille Arroganz einer Person, die glaubt, einen Mann zu stehlen sei dasselbe, wie ihn zu gewinnen.

Doña Teresa saß aufrecht da und musterte mich mit scharfen, berechnenden Augen, als hätte sie auf diesen Moment gewartet.

Der Anwalt räusperte sich.

„Los geht’s.“

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