Die Zeit verlor ihre Bedeutung. Laura zählte die Tage anhand der Stimmen.
Helen kam jeden Morgen pünktlich um neun Uhr, mit einer Tasse Kaffee, die sie nie anrührte. Ethan folgte eine Stunde später – freundlich, ruhig, beunruhigend gelassen. Megan kam abends, genervt von den Verspätungen.
„Sie müsste eigentlich schon längst vorbei sein“, murmelte Megan, während sie neben Lauras Bett auf ihrem Handy scrollte. „Das dauert ja ewig.“
Laura prägte sich ihre Stimmen so tief ein, wie sich Häftlinge die Schritte der Wärter einprägen.
Isabella kam so oft wie möglich zurück. Sie sprach leise, kommentierte die routinemäßige Pflege und entschuldigte sich, wenn Ärzte ihre Bedenken abtaten.
Am sechsten Tag probierte Isabella etwas Neues aus.
Sie drückte Laura einen kalten Lappen in die Hand.
„Wenn du das spüren kannst“, flüsterte sie, „halte an diesem Gefühl fest.“
Laura spürte es.
Eine Träne rann ihr aus dem Augenwinkel.
Isabella erstarrte.
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